When Dream and Day Unite
(1989 - Dominici, Moore, Myung, Petrucci, Portnoy)

Dream Theater sind gewiß eine der exponiertesten Progmetal Gruppen. Die Musiker beherrschen allesamt virtuos ihre Intrumente. Dieses Können lassen sie auch mehr als oft in ihre Musik einfließen.

Das Debutalbum der Band aus den späten 80ern präsentiert noch den Sänger Charlie Dominici, der kein schlechter Sänger ist aber nicht so recht zu Dream Theaters Musik paßt.

Die Musik bietet melodischen Progmetal mit deutlichen Einflüssen von Rush und Yes. Die späteren "Frickeleien" der Band bei ihrer Musik sind hier nicht so ausgeprägt und so herrscht die Melodie vor. Natürlich gibt es auch hier schon einige lange Soli von John Petrucci vor allem, der sehr gerne sehr schnell spielt.

Die Rhythmussektion von Dream Theater ist vielleicht die beste im Genre, Schlagzeuger Mike Portnoy und Bassist John Myung lassen beinahe jedes Lied auch zu einem rhythmischen Erlebnis werden - was vor allem eindrucksvoll beim genialen Instrumentalstück "Ytse Jam" bewiesen wird. Der Stil von Dream Theater läßt sich beim ersten Album schon erkennen, wenn auch allein schon durch den anderen Sänger auch eine andere Atmosphäre entsteht. Auch sind die Lieder noch mehr von der Melodie und nicht von den Soloeinlagen der Band dominiert.

Der gespielte Progmetal ist zwar noch etwas simpler arrangiert als auf den späteren Alben, klingt jedoch sehr erfrischend und abwechslungsreich und so ist das Album unbedingt jedem Fan zu empfehlen. Wer bisher nur James LaBrie als Sänger bei Dream Theater kennt, wird vielleicht mit Dominici seine Probleme haben, aber ich finde, daß er - obwohl bei weitem nicht so dynamisch und kraftvoll wie sein Nachfolger - eine angenehme Stimme hat.

13 Punkte